Zughundesport

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Wenn es um das Thema Zughundesport geht, denken die meisten Hundehalter direkt an verschneite Bergpanoramen und vor einen Schlitten gespannte Huskys. Wenn du Interesse am Zughundesport hast, musst du allerdings nicht in die Ferne schweifen. Auch in den heimischen Gefilden gibt es die Möglichkeit Zughundesport auszuüben. Worauf es beim Zughundesport ankommt, was du beachten solltest, wenn du mit diesem Hundesport anfangen willst, sowie weitere interessante Informationen erhältst du in diesem Artikel.

Die Geschichte des Zughundesports

Im Gegensatz zu anderen Hundesportarten wie dem Agility oder dem Obedience  handelt es sich beim Zughundesport keineswegs um eine Erscheinung der Neuzeit.

Tatsächlich ist der Hund das wohl älteste Zugtier der Menschheitsgeschichte.

Schon die Indianer Nordamerikas setzten ihre vierbeinigen Begleiter auf ihren Jagdzügen ein, um Lasten über weite Strecken transportieren zu können.

Später halfen Hunde Forstwirten, Bauern und Fischern bei der Arbeit, indem sie vor einen Karren gespannt bei der Arbeit halfen.

Zu Arbeitszwecken kommen Zughunde in der heutigen Zeit nur noch selten zum Einsatz. Stattdessen entdecken mehr und mehr Hundehalter die Faszinationen des Zughundesports für sich.

Ist mein Hund für den Zughundesport geeignet?

Auch wenn es überraschend klingen mag, sind grundsätzlich alle Hunde für den Zughundesport geeignet. Grundvoraussetzung ist selbstverständlich, dass dein Hund ausgewachsen, gesund und bewegungsfreudig ist.

Es sind folglich nicht nur die nordischen Rassen, die beim Zughundesport auf ihre Kosten kommen. Auch Golden Retriever, Dalmatiner und natürlich Mischlinge lassen sich für den Zughundesport begeistern.

Um deinem Hund nicht zu schaden, solltest du ihn unbedingt vorab vom Tierarzt untersuchen lassen.

Dabei sollte insbesondere das Herz-Kreislaufsystem sowie der Bewegungsapparat unter die Lupe genommen werden.

Je nach Indikation können auch kranke Hunde Zughundesport ausüben. Hierzu empfehlen wir dir dich in die erfahrenen Hände eines Trainers zu begeben, um deinen Liebling nicht zu überfordern.

Wie viel können Hunde ziehen?

Neulinge im Bereich des Zughundesports stellen sich vor allem die Frage ob ihr Hund körperlich dazu in der Lage ist sie zu ziehen. Diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten.

Man kann aber sagen, dass ein ausgewachsener und fitter Hund ungefähr das 4 fache seines Körpergewichts ziehen kann.

Entsprechend trainierte, kräftige Hunde ziehen zum Teil sogar das 9 fache ihres Körpergewichts. Dabei darf natürlich nicht in Vergessenheit geraten, dass auch das Zuggefährt ein gewisses Eigengewicht mit sich bringt.

Zudem stemmen die Hunde das Gewicht beim Zughundesport nicht senkrecht nach oben, sondern waagerecht über einen in der Regel ebenen Untergrund.

Welche Zughundsportarten gibt es?

Bikejöring

Bikejöring ist eine Hundesportart, bei der der Hund mit einem elastischen Zugseil am Fahrrad festgemacht wird. Bikejöring ist eine actiongeladene Zughundesportart, bei der Geschwindigkeiten von bis zu 50 Km/h erreicht werden. Wie auch das Canicross ist Bikejöring ideal für kleinere Hunderassen geeignet.

Canicross

Beim Canicross ist der Hund durch eine Leine am Führgürtel mit seinem Halter verbunden. Der Hund läuft beim Canicross vor dem Menschen und zieht diesen dabei über eine naturbelassene, teils schwierige Strecke. Diese Zughundesportart ist auch für kleinere Hunde mit einem großen Bewegungsbedarf geeignet, für die ein Schlitten oder ein ähnliches Gefährt zu schwer wäre.

Dogscooter

Vom Prinzip her ähnelt das Dogscooter fahren dem Bikejöring. Allerdings wird der Hund beim Dogscooter vor eine Art geländetauglichen Tretroller gespannt. So kannst du sowohl durch den Wald als auch über ebene Strecken fahren ohne Angst haben zu müssen steckenzubleiben.

Dog-Trike

Dog-Trikes wurden ursprünglich von Mushern genutzt, um ihre Hunde während der schneefreien Zeit fit zu halten. Dog-Trikes haben drei Räder (zwei hinten und eins vorne) und sind somit äußerst stabil. Da Trikes im Gegensatz zum Dogscooter über ein verhältnismäßig hohes Eigengewicht verfügen sind entweder zwei Hunde oder ein besonders kräftiger Hund vonnöten, um das Gefährt zu ziehen.

Die Vorteile des Zughundesports

Während Hunde früher gehalten wurden, weil sie eine Aufgabe als Wach-, Hüte-, oder Jagdhund zu erfüllen hatten, werden sie heutzutage meist als reine Familienhunde in den Alltag integriert.

Viele Hunde kommen dabei leider zu kurz, weil sie zu wenig oder falsch beschäftigt werden. Wenn du einen energiegeladenen, lauffreudigen Vierbeiner hast ist Zughundesport ideal geeignet, um deinen Liebling artgerecht auszulasten. Darüber hinaus stärkt Zughundesport die Bindung zwischen Hund und Halter und hält gesund.

Weitere Hundesportarten findest du hier.