Hund sinnvoll beschäftigen – Tipps für drinnen und draußen

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Du suchst nach Möglichkeiten, um deinen Hund sinnvoll zu beschäftigen? Dann bist du auf dieser Seite genau richtig. Wir verraten dir, wie du deinen Hund sowohl in der Wohnung als auch im Garten beschäftigen kannst, ohne dafür große Vorbereitungen treffen zu müssen.

Warum muss ich meinen Hund beschäftigen?

Bereits vor der Anschaffung eines Hundes solltest du dir darüber im Klaren sein, dass Hunde je nach Rasse und Persönlichkeit mehrere Stunden deiner Aufmerksamkeit pro Tag in Anspruch nehmen.

Oft reicht es nicht aus, einfach nur mit dem Hund Gassi zu gehen. Viele Hunde möchten nicht nur körperlich ausgelastet, sondern auch geistig gefördert werden.

Außerdem sind Hunde Rudeltiere und fühlen sich somit unter Artgenossen am wohlsten. Sie spielen, fressen und lernen gemeinsam.

Die tägliche Beschäftigung mit deinem Hund stärkt die Bindung zwischen euch und sorgt dafür, dass dein Hund mehr Vertrauen zu dir aufbaut.

Wenn du zu wenig Zeit hast dich mit deinem Hund zu beschäftigen, solltest du dir vielleicht Gedanken über einen Zweithund machen. Vor allem, wenn du täglich mehrere Stunden außer Haus bist und dein Hund alleine bleiben muss, kann es sinnvoll sein, ihm einen Partner zu holen.

Wenn das keine Option ist, solltest du dich um eine angemessene Hundebetreuung kümmern, die deinen Hund tagsüber betreut und entsprechend beschäftigt.

Beschäftigungsmöglichkeiten für drinnen

Hunde lieben ausgiebige Spaziergänge, doch schlechtes Wetter verleitet so manchen Hund dazu, lieber in der Wohnung bleiben zu wollen. Sehr viele Hunde haben selbst keine Lust auf lange Spaziergänge, anderen wiederum ist das Wetter egal.

Wenn du außerhalb der Gassi-Runden nach Möglichkeiten suchst, deinen Hund zu beschäftigen, kannst du diverse Lern- oder Spielaufgaben ausprobieren (natürlich sind diese auch für draußen geeignet).

Um deinen Hund sinnvoll zu beschäftigen, musst du zunächst herausfinden, woran dein Hund Freude hat.

Manchmal erfordert es ein wenig Kreativität, denn nicht jeder Hund interessiert sich für die gleichen Dinge. Die einen lieben Suchspiele, andere finden Bälle total interessant und wieder andere lassen sich nur durch Futter motivieren.

Suchspiele 

Nimm einen mit Leckerlis gefüllten Futterbeutel oder das Lieblingsspielzeug deines Hundes und verstecke ihn in der Wohnung. Auf das Kommando „Such“ muss der Hund das Objekt ausfindig machen und wird dann mit Leckerchen belohnt.

Dieses Spiel ist sinnvoller mit einer zweiten Person, da einer den Hund während dem Verstecken ablenken kann. So wird es schwieriger und anspruchsvoller für den Hund.

Damit Suchspiele auch funktionieren, müssen sie vorher langsam aufgebaut werden, damit dein Hund versteht, was du von ihm möchtest. Wie das funktioniert erklären wir dir in unserem Artikel zum Mantrailing.

Hundetricks 

Im Netz findest du viele Anleitungen, um dem Hund diverse Tricks beizubringen. Eine halbe Stunde „Kopfarbeit“ gleicht einen einstündigen Spaziergang durchaus aus. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass von nun an lange Spaziergänge damit hinfällig werden. Aber als Abwechslung definitiv zu empfehlen!

Apportieren

Viele Hunde lieben das Apportieren. Dieses Spiel kann deinen Hund sowohl körperlich als auch geistig auslasten. Draußen kannst du deinem Hund denn Ball werfen und er muss ihn zurückbringen.

Für drinnen kannst du das Apportieren ruhiger angehen lassen. Bring deinem Hund hierfür bei verschiedene Gegenstände namentlich zu unterscheiden. So kannst du ihm beim Apportieren auch gleich eine Denkaufgabe geben, da er zunächst unterscheiden muss, welchen Gegenstand du haben möchtest.

Beschäftigungsmöglichkeiten für den Garten

Um deinen Hund im Garten zu beschäftigen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

Leckerlis tauchen

Insbesondere während der Sommerzeit kannst du deinen Hund mit diesem Spiel ohne großartige Vorbereitungen beschäftigen.

Alles was du benötigst, ist eine ausreichend große Schüssel, etwas Wasser und einige Leckerlis. Füll die Schüssel mit Wasser, wirf einige besonders schmackhafte Leckerlis in das Wasser und animiere deinen Hund dazu, diese herauszuholen.

Insbesondere wasseraffine Hunde werden großen Spaß daran haben, die Leckerlis aus der Schüssel zu fischen.

Dies ist nicht unbedingt leicht, da die Leckerlis selbstverständlich schwieriger zu schnappen sind, als wenn sie auf dem Boden liegen würden.

Wenn dein Hund mutig genug ist und den Trick raus hat, kannst du die Schwierigkeit zusätzlich erhöhen, indem du Leckerlis ins Wasser schmeißt, die untergehen.

So muss dein Hund „tauchen“, wenn er an die Leckerlies gelangen möchte.

Fährtenarbeit

Je nach der Größe deines Gartens kannst du deinen Vierbeiner ohne weiteres auf deinem Grundstück an das Mantrailing heranführen.

Hierzu benötigst du lediglich einige Leckerlis, etwas Geduld, eine Leine, sowie etwa 15 Meter Platz. Auch wenn Jäger oder professionelle Mantrailer beim Fährtenlegen meist mit professionelleren Mitteln arbeiten, reicht es für den Anfang aus, wenn du eine Fährte mit deinen Schuhen legst.

Hierzu solltest du dir eine gerade, etwa 15 Meter lange Strecke aussuchen. Positioniere dich am Anfang dieser Strecke und ziehe dann schlurfend – ohne die Füße zu heben – eine Fährte. Dabei verlierst du wie bei allen anderen Bewegungen auch Hautschuppen, die dein Hund mit seiner Nase wahrnehmen kann.

Am Ende der Strecke angekommen musst du dich in einem großen Bogen zurück zu deinem Hund begeben, um eine „Verunreinigung“ der Duftspur zu verhindern.

Damit die Fährte attraktiver wird, empfiehlt es sich, beim Fährtenlegen alle 50 cm ein Leckerli auf der Spur platzieren. Nun kannst du deinen Hund dazu holen.

Führe ihn zum Ausgangspunkt der Spur und führe ihn mit deiner Hand zur Fährte.

Es kann durchaus sein, dass dein Hund einige Zeit benötigt, um zu verstehen, was du von ihm verlangst. Bleib daher geduldig und bremse deinen Hund, falls notwendig, etwas aus.

Ob dein Hund die Spur aufgenommen hat oder nicht, kannst du daran erkennen, ob er beim Verfolgen der Fährte die Nase am Boden hält oder nicht.

Agility im Garten

Um deinen Hund beim Agility auszulasten, musst du nicht zwangsläufig Mitglied in einem Hundesportverein werden.

Um auszutesten, ob dein Hund Freude an entsprechenden Übungen hat und/oder etwas Abwechslung in den Alltag zu bringen, kannst du ihn auch einfach mit einem improvisierten Agility-Parcours im Garten beschäftigen.

Die hierzu notwendigen Hindernisse kannst du dir entweder für wenig Geld kaufen oder mit wenigen Mitteln improvisieren.

So lässt sich ein Slalomabschnitt beispielsweise wunderbar mit Bambusstangen improvisieren. Auch für eine Hürde benötigst du lediglich eine Bambusstange und einige Backsteine, um diese auf die notwendige Höhe zu bringen.

Handwerklich begabte Hundehalter können ihrem Vierbeiner auch eine Brücke kaufen und vielleicht findet sich ja sogar noch jemand, der dir einen Tunnel zur Verfügung stellen kann. Bei der Gestaltung des Parcours sind dir praktisch keine Grenzen gesetzt.

Planschbecken

Wenn die Temperaturen während des Sommers zusehends nach oben klettern, sehnen sich nicht nur wir Menschen nach einer Abkühlung. Damit dein Hund sich im Garten ein wenig erfrischen kann, kannst du ihm ein Planschbecken aufbauen.

Erfahrungsgemäß eignet sich hierzu ein günstiges Planschbecken für Kinder. Um die Verletzungsgefahr so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir dir, den Boden des Beckens mit einem alten Handtuch oder einer Badewanneneinlage rutschfest zu machen.

So kannst du deinen Hund beschäftigen, wenn er allein ist

Falls du mal für ein paar Stunden das Haus verlassen musst, kannst du deinen Hund während dieser Zeit mit diversen Kau-Spielzeugen beschäftigen.

Wichtig ist dabei jedoch, dass du bestimmte Spielsachen nur dann dem Hund gibst, wenn du wirklich weg bist. So behält dieser länger das Interesse daran. 

Welche Folgen hat es, wenn ich meinen Hund nicht genug auslaste?

Wer sich einen Hund anschafft, der muss seinen Hund rassegerecht auslasten können.

Sehr viele Probleme zwischen Hund und Besitzer können auf eine falsche Auslastung zurückgeführt werden.

  • Der Hund macht Dinge im Haus kaputt (Schuhe, Tischbeine, Teppiche)
  • Der Hund beißt und kaut an seinen Pfoten herum
  • Unruhiges Winseln oder herumlaufen
  • Verstärktes Bellen
  • Der Hund hört nicht auf Kommandos

Hunde, die sich langweilen, können sehr anstrengend sein. Mit den Jahren können aus solchen Macken auch größere Verhaltensprobleme werden.

Um das zu verhindern, solltest du dich schon vor der Anschaffung des Hundes informieren, welchen Grad an Auslastung die jeweilige Rasse benötigt (das kann sich nämlich stark unterscheiden).

Eine alters- und artgerechte Beschäftigung sollte also genauso zum täglichen Programm gehören, wie die Fütterung oder die Gassi-Runden.

Kann ich meinen Hund auch überfordern?

Viele Leute denken, je mehr der Hund beschäftigt wird, desto besser. Aber nicht nur Unterforderung, sondern auch Überforderung des Hundes kann zum Problem werden.

Ist dein Hund überfordert, zeigt sich das häufig in unruhigem oder gestresstem Verhalten. Wird der Hund ständig trainiert und gefordert, bekommt er irgendwann das Gefühl, es seinem Besitzer niemals recht machen zu können.

Gerade bei Arbeitsrassen wie dem Border Collie oder Husky kommt es häufig vor, dass die Tiere schon als Welpen zu viel beschäftigt werden, weil die Besitzer glauben, das sei nötig, um ihnen gerecht zu werden.

Alle Hunde müssen aber lernen, was Ruhe heißt. Nur so können sie zu entspannten und ausgeglichenen Hunden heranwachsen.