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Dein Hund kann nicht alleine bleiben? So hilfst du ihm!

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Als Rudeltiere fühlen sich Hunde in Gesellschaft sicher und am wohlsten. Kein Wunder also, dass viele Hunde nur ungern alleine Zuhause bleiben. Wir zeigen dir, wie du mit deinem Hund gezielt das Alleinsein trainieren kannst.
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Eines der wichtigsten Dinge, die jeder Hund früh lernen muss, ist das Alleinbleiben, denn nicht selten kommt es vor, dass Herrchen oder Frauchen Termine wahrnehmen oder zur Arbeit müssen und der Vierbeiner nicht mit kann.

Damit sich daraus kein Problem entwickelt, muss dein Hund von Anfang an durch gezieltes Training lernen, dass es nicht schlimm ist alleine zu bleiben. Vorab gilt es jedoch, die Rahmenbedingungen zu klären, allen voran das Alter deines Hundes sowie die Zeitspanne, die er alleine bleiben soll.

Ab wann Welpen alleine lassen?

Welpen sind Babys und ganz besonders anhänglich und auf die Nähe ihrer Rudelmitglieder angewiesen. Gut zu beobachten ist dies mit Muttertieren, die ihre Welpen kaum aus den Augen lassen und ihnen überall mit hin folgen. Daran gewöhnen sich die Kleinen und müssen deshalb das alleine bleiben erst lernen.

Hast du dir gerade erst einen Welpen geholt, wirst du als neue Bezugsperson die Rolle der Mutter einnehmen. Gerade im ersten halben Jahr ist die Bindung zwischen Hund und Muttertier noch ziemlich stark. Welpen bis etwa fünf Monate sollten daher noch nicht längere Zeit allein gelassen werden.

Ab etwa fünf Monaten kann das Alleinbleiben jedoch langsam trainiert werden – etwa indem der menschliche Freund für einige Minuten allein in einen anderen Raum geht, den Müll rausbringt oder in irgendeiner Form für wenige Minuten „verschwindet“.

Dackel mit Kauspielzeug im Maul
Du kannst deinem Hund das Alleinbleiben auch schmackhaft machen, indem du ihm etwas richtig Tolles für die Zeit gibst, wie z.B. leckere Schweineohren oder sein Lieblingskauspielzeug.

Junghunde ab etwa fünf Monaten haben die Eingewöhnungsphase in ihr neues Zuhause abgeschlossen und kennen sich inzwischen gut in ihrer neuen Umgebung aus. Das Vertrauen zwischen dir und dem Welpen ist inzwischen gefestigt und er beginnt langsam unabhängig von dir die Welt zu erkunden.

Es ist also der ideale Zeitpunkt deinen Welpen so langsam an das Gefühl des Alleinseins zu gewöhnen. Langsam aber stetig kann die Zeitspanne ausgeweitet werden, je nachdem wie gut sich der Hund an die Situation gewöhnt und wie er reagiert.

Wie lange kann ich meinen Hund alleine lassen?

Kann man einen Hund 8 Stunden alleine lassen? Diese Frage stellt sich früher oder später jeder berufstätige Hundebesitzer. Sowohl für Welpen als auch für erwachsene Hunde gilt: Kein „Rudeltier“ genießt es, lange Zeit vollkommen alleine zu sein.

Hunde reagieren sehr unterschiedlich auf die ungeliebte Situation, plötzlich allein zu sein. Während ein Hund seinen Protest womöglich durch das Zerbeißen von Schuhen und Co. unter Beweis stellt (was jedoch auch schlichtweg ein Zeichen von unzureichender Auslastung sein kann), nehmen andere Artgenossen die Situation eher stoisch hin und lassen sich kaum etwas anmerken.

Es gibt viele Hunde, die den kompletten Tag, also mehr als 8 Stunden, von ihren Besitzern alleine gelassen werden. Diese sind es gewohnt und schlafen daher tagsüber viel. Allerdings wird dieses Vorgehen von vielen kritisiert und auch wir finden, dass du deinen Hund nicht regelmäßig so lange alleine lassen solltest.

Muss dein Hund häufiger allein bleiben, solltest du über einen Zweithund oder eine geeignete Gassi-Betreuung nachdenken.

Warum kann dein Hund nicht allein bleiben?

Hunde reagieren sehr unterschiedlich, wenn sie in Situationen ausharren müssen, die ihnen nicht zusagen. Hier kommen in den meisten Fällen die Ursachen Frust oder Verlustangst ins Spiel.

Trennungsangst beim Hund: Vertrauen trainieren

Die Angst vor Trennung ist eine beim Hund sehr tief verwurzelte, instinktive Reaktion. Als Rudeltier gilt die gesamte Liebe und Aufmerksamkeit deines Hundes eurer Familie. Verschwindet diese aus für den Hund unbegreiflichen Gründen, ist das für ihn eine dramatische und schwer zu begreifende Entwicklung.

Hier gilt es, langsam und gezielt daran zu arbeiten, diese Trennungsangst zu überwinden. Der Hund muss begreifen, dass es keinen Grund zur Sorge gibt – denn du wirst immer wieder zu ihm zurückkommen. In vielen Fällen ist es nicht leicht, einem Hund so etwas nahezubringen. Dies gilt beispielsweise insbesondere bei Tieren, die bereits gravierende Erfahrungen in dieser Hinsicht machen mussten.

Besonders Tierheimhunde oder ältere Tiere, die diese Situationen nie kennengelernt haben, tun sich hier schwer. Geduld ist daher das Zauberwort. Die Unterstützung eines professionellen Hundetrainers kann hier helfen, auf den Hund zuzugehen und die Trennungsangst mit der Zeit zu überwinden.

Hilfe, mein Hund bellt, wenn er alleine ist

Anhaltendes Bellen und Jaulen oder auch das Zerbeißen von Schuhen und anderen Gegenständen sind typische Reaktionen, wenn der Vierbeiner alleine bleiben muss.

Aber keine Sorge, auch dieses Problem lässt sich lösen. Wichtig ist, dass dir klar wird, dass er dich mit seinem Verhalten weder verärgern noch gezielt den Zorn der Nachbarn schüren möchte. Dieses Verhalten ist seine Art dir zu zeigen, dass er unglücklich ist.

Protest aus Frust: Nur ausgelastete Hunde sind zufriedene Hunde

Generell solltest du darauf achten, dass du deinen Hund gut auslastest, ehe du ihn allein lässt. Je nach Rasse bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten, vom ausgedehnten Spaziergang oder das Laufen am Rad bis hin zu Denksport, wie etwas das Einstudieren von Tricks und Befehlen.

Nur ein ausgeglichener Hund ist ein glücklicher Hund, der sich auch Herausforderungen wie etwa dem Alleinbleiben stellen kann. Zugleich sorgst du so dafür, dass dein Hund überschüssige Energie loswird, etwas müde ist und so leichter zur Ruhe kommt.

Gerade anfangs ist es sinnvoll dem Hund eine Beschäftigung zur Ablenkung zu geben, damit kein Frust durch Langeweile entsteht, während dein Hund allein bleiben muss.

Du kannst ihn beispielsweise mit einem leckeren Kauknochen oder Intelligenzspielzeug beschäftigen. Die meisten Hunde, bei denen keine tiefergehende Trennungsangst im Spiel ist, werden von solch einer Ablenkung begeistert sein und vom Protestieren durch Gebell und Geheul absehen.

Du weißt nicht, wie dein Hund mit dem Alleinbleiben klarkommt bzw. möchtest sicher gehen, dass es ihm in deiner Abwesenheit gut geht? Dann könnte eine Hundekamera genau das richtige für dich sein. Gerade als Besitzer eines Junghundes oder Problemkandidaten kann es sehr beruhigend sein, wenn man zwischendurch doch mal übers Handy einen Blick auf den Liebling werfen kann.

Inzwischen gibt es zahlreiche Modelle im Handel. In der günstigen Preisklasse findest du einfache Kameras ohne großen Schnickschnack. Es gibt aber auch etwas teurere Modelle, über die du mit deinem Hund reden kannst oder die eine integrierter Snackbar besitzen, die deinen Liebling auf Knopfdruck mit einem Leckerchen versorgt.

Alleine lassen üben: So kannst du dem Hund beibringen alleine zu bleiben

Möchtest du deinem Hund das Alleinbleiben beibringen, ist es wichtig, dass du deinen Hund nicht überforderst oder ins kalte Wasser wirfst. Der Schlüssel zum Erfolg ist Geduld und ein langsamer Aufbau. So kannst du unerwünschtes Verhalten und spätere Verhaltensauffälligkeiten von Anfang an entgegenwirken.

  1. Bevor du mit der Übung beginnst, solltest du ausgiebig mit deinem Hund spazieren gehen und ihn beschäftigen, damit er Zuhause möglichst müde ankommt.
  2. Wenn der Hund gemütlich in seinem Bett schläft, verlässt du zunächst für ein paar Minuten den Raum.
  3. Als nächste Steigerung gehst du für ein paar Minuten vor die Haustüre und schließt diese hinter dir zu.
  4. Wichtig ist, dass du dich vor dem Gehen nicht groß verabschiedest. Je weniger Beachtung du der Sache schenkst, desto schneller merkt dein Hund, dass es etwas Alltägliches ist.
  5. Ebenso unbeeindruckt kommst du wieder zur Tür herein, als ob du nie weg gewesen wärst. Begrüße deinen Hund kurz und knapp, aber ignoriere ihn, wenn er zu aufgedreht reagiert.
  6. Bleibt dein Hund bei diesen Übungen unbeeindruckt, bellt oder jault nicht mehr an der Haustüre, kannst du die Dauer deiner Abwesenheit nach und nach um etwa 15-30 Minuten verlängern.

Wichtig ist, dass du die Länge der Abwesenheit immer variierst, damit dein Hund durch immer länger werdende Abwesenheiten nicht das Gefühl bekommt, dass du gar nicht mehr zurückkommst.

Je häufiger du dieses Training durchführst, desto eher wird dein Hund begreifen, dass es egal ist, wie lange du wegbleibst – du kommst immer wieder zurück.

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Hund will nicht alleine bleiben: Hundebetreuung für schwere Fälle

Jeder Hund tickt anders. Hin und wieder kommt es vor, dass ein Hund schlichtweg nicht mit dem allein bleiben zurechtkommt.

Meist handelt es sich dabei um Hunde, die es in jungen Jahren nie erlernen konnten oder viel zu früh von ihrer Mutter losgerissen wurden. Möchtest du den Hund alleine lassen, bedarf es viel Geduld, Zeit und Arbeit.

In der Regel helfen erfahrene Trainer dabei, dem Hund die Sicherheit zu vermitteln, die er braucht, um entspannt allein zuhause bleiben zu können. Doch in besonders schwierigen Fällen kann es durchaus sein, dass du dich damit abfinden musst, dass es einfach nicht in der Natur deines Tieres liegt, Haus und Heim allein zu hüten.

Sollte dies der Fall sein, gilt es Lösungen zu finden, damit du als Halter nicht zu sehr in deinem Alltag eingeschränkt wirst und dein Hund trotzdem nicht leidet. Erfahrene Hundebetreuer können hier helfen. Hundesitter, die entweder den Hund bei sich betreuen oder ihm im eigenen Zuhause Gesellschaft leisten, können hier die Lösung sein.

Fazit

Generell gilt es, zunächst herauszufinden, warum dein Hund unter der Situation leidet. Hat er Angst, du kommst nicht wieder? Hat er nie gelernt, dass das Alleinsein nicht Schlimmes ist? Ist ihm schlichtweg langweilig und er weiß nicht wohin mit seiner Energie? Letzteres zeigt sich besonders oft bei relativ jungen Hunden, die nicht ausreichend ausgelastet werden.

Prinzipiell gibt es für jede Ursache eine entsprechend effektive Methode, dem Hund das Alleinbleiben nahezubringen. Die Unterstützung eines erfahrenen Hundetrainers kann hier wahre Wunder bewirken. Ziel sollte sein, dass dein Hund nicht leidet, sich wohlfühlt und du als Halter so wenig wie möglich in deinem Alltag beschnitten wirst.

Wenn Alleinbleiben für den Hund zum Stress wird, sind Geduld, Verständnis und Training die Zauberworte

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