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Hilfe, mein Welpe frisst alles vom Boden – Was tun?

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Dein Hund frisst alles, was auf der Straße liegt und du bis schon ganz verzweifelt, wie du es ihm abgewöhnen kannst? Ein kleiner Müllschlucker am Ende der Leine kann nicht nur eklig sein, wenn jeder Kothaufen verschlungen wird, sondern auch gefährlich, da deine Fellnase sich nicht nur Würmer einfangen, sondern auch an Scherben und Giftköder geraten kann. Wir zeigen dir, wie du deinem Hund beibringst nichts vom Boden zu fressen, es sei denn, du erlaubst es ihm.
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Inhalt
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    • Wenn ein Welpe alles vom Boden frisst, ist das gefährlich, aber es gibt Möglichkeiten, ihm das abzugewöhnen.
    • Bring deinem Welpen bei, sich an dir zu orientieren, nicht am Futter auf der Straße oder im Gebüsch.
    • Trainiere mit deinem Welpen regelmäßig und konsequent für einen langfristigen Erfolg.

    Warum fressen Welpen alles, was ihnen vor die Nase kommt? 

    Es liegt es in der Natur des Hundes, alles Essbare, was ihm vor die Nase kommt, zu vertilgen. Nur so kann er sein Überleben sichern. Was wird dein vierbeiniger Freund also instinktiv tun, wenn er im Gebüsch etwas Leckeres wittert? Richtig, er wird nichts unversucht lassen, um diesen Leckerbissen zu erwischen und hinunterzuschlingen. 

    Dabei spielt es für deinen Hund keine Rolle, dass er zu Hause genug Futter bekommt. Für ihn zählt nur der Moment und daher ist seine Devise: Iss dich satt, wenn sich die Gelegenheit bietet.

    Mein Hund frisst alles – Was tun?

    Hat dein Hund es geschafft etwas vom Boden aufzunehmen, solltest du auf keinen Fall versuchen es ihm gewaltsam aus dem Maul zu reißen. Das führt nur dazu, dass er nächstes Mal Abstand zu dir hält und das Futter hinunterwürgt. Es könnte auch passieren, dass dein Hund nach dir schnappt und du dir damit ein weiteres Problem schaffst.

    Ein Welpe lernt durch viele Wiederholungen und Konsequenz besonders schnell.

    Kontrolliere die Futteraufnahme

    Die kontrollierte Futteraufnahme sollte möglichst schon im Welpenalter trainiert werden. Bring deinem jungen Hund bei, dass er ohne deine Erlaubnis nichts fressen darf, auch nicht zu Hause aus seinem Napf. Beginn das Training in kleinen Schritten. Zuerst bringst du deinem Welpen das Kommando „Sitz“ bei. Sobald er sitzt, erhält er ein Leckerchen aus der Hand. Wiederhole diese Übung viele Male. Sobald er verstanden hat, worum es dir geht, wird er sich freiwillig setzen und seine Belohnung freudig erwarten.

    Jetzt kannst du den nächsten Schritt trainieren. Lege zum Beispiel ein Stück Käse auf deine Handfläche und halten diese dem Hund vor die Nase. Will er nun das Käsestück aus deiner Hand holen, mach sie zu und sag „Nein“ oder „Lass das“ oder wähle ein anderes Abbruchkommando, das dir zusagt. 

    Sitzt der Welpe nach dem Signal wieder still, lobe ihn und öffne die Hand. Versucht er ein weiteres Mal an den Käse zu kommen, schließe abermals die Hand. Wiederhole diese Übung so lange bis der Welpe dich anschaut anstatt deine Hand. In dem Moment gib ihm sofort den Käse mit einem Signalwort, beispielsweise „Nimm“ oder „Okay“.

    Übe so oft wie möglich und an verschiedenen Orten

    Wiederhole diese Übung so oft bis der Welpe begriffen hat, dass er das Leckerchen erst haben darf, wenn er dich ansieht und du ihm die Freigabe erteilst. Verlagere die Übungseinheiten auch nach draußen und an verschiedene Orte. Übe häufig während des Spaziergangs. Nimm besonders gute Leckerchen wie Wurst, stinkenden Käse oder getrockneten Fisch mit. Je öfter du deinen Welpen unterwegs fütterst, umso weniger wird er Interesse an dem haben, was im Gebüsch oder auf den Wiesen herumliegt. Mach dich und dein Futter interessanter als alles andere.

    Dein Welpe wird rasch verstehen, was du von ihm erwartest, sodass du zu einem fortgeschrittenen Training an der Futterschüssel übergehen kannst. Dazu füll die Schüssel mit Futter, verlangen von deinem Welpen, dass er sitzt und wartet. Sobald er gehorcht, stell den Napf auf den Boden und gib ihm das Freigabesignal, sobald er sie ansieht. Sollte er noch zu ungestüm sein, sicher ihn mit einer Leine ab. Springt er in Richtung Fressen, halte ihn fest und warte, bis er von sich aus nachgibt. Setzt er sich schließlich hin und schaut dich an, hast du gewonnen, und dein Hund darf auf dein Signal hin fressen.

    Steiger die Schwierigkeit und probe für den Ernstfall

    Sorge in jedem Fall dafür, dass er nur an sein Futter kommt, wenn du es ihm gestattest. Die Übungen kannst du auch auf Kauknochen und weitere Leckereien ausdehnen. Leg mitten in den Raum einen Knochen, den dein Hund nur auf dein Kommando holen darf. Üb konsequent, genau wie am Napf, und eventuell auch hier zunächst mit einer Leine. Der Welpe darf sich nicht selbst bedienen. Führ alle Übungen ruhig und souverän aus, werd nicht laut und bestrafe den Hund nicht. Deine Geduld wird dich schneller zum Erfolg führen.

    Wenn dein Hund den vorhergehenden Schritt verinnerlicht hat, kannst du die Übungseinheiten ins Freie verlegen. Nimm den Futternapf mit nach draußen und trainier mit deinem Hund das Warten auf der Wiese oder am Rand eines Feldweges. Klappt das Training mit der Schüssel, leg Wurst, Käse, Fleisch oder Knochen direkt ins Gras oder auf den Weg, ohne dass dein Hund das mitbekommt. Merk dir, wo das Futter liegt, kennzeichne die Orte mit unauffälligen Markierungen. Sicher deinen Welpen mit einer langen Leine, und geh den Spazierweg ab.

    Dein Training war erfolgreich, wenn dein Hund stehen bleibt, weil er etwas Leckeres gewittert hat, Kontakt zu dir aufnimmt und freudig das Futter aus deiner Hand entgegennimmt. Lässt er das von dir ausgelegte Leckerchen auf dem Boden liegen und orientiert sich an dir, sobald du daran vorbeigehst, kannst du stolz auf dich sein.

    Üb regelmäßig auf dem Spaziergang. Du und dein Hund werden Spaß daran haben.

    Fazit: Immer dran bleiben

    Es kann immer zu Rückschlägen kommen. Der Welpe wird älter, die Pubertät setzt ein, dein sonst so folgsamer Hund vergisst alles Erlernte und zieht mit einem Mal Unrat aus den Büschen, um diesen sofort hinunterzuwürgen. In diesem Fall solltest du tief durchatmen und das Training wiederholen. Gib niemals auf, bleib dran und behalte das Ziel im Auge, dann wird aus deinem Staubsauger auf vier Pfoten endgültig und langfristig ein zuverlässiger Begleiter. Viel Erfolg!

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