Coursing für Hunde – Eine Sportart nicht nur für Windhunde

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Du bist stolzer Halter eines Windhundes und willst deinen Vierbeiner artgerecht auslasten? Oder interessierst du dich für Hundesportarten allgemein? Das Coursing ist eine Hundesportart, die unter Windhundefreunden immer beliebter wird. Hier erfährst du, worum es beim Coursing geht, welche Regeln es dabei gibt und was du beachten musst, wenn du mit deinem Windhund zum ersten Mal zum Coursing gehen möchtest.

Coursing – was ist das?

Beim Coursing handelt es sich um eine Hundesportart, bei der die Hunde einem Lockmittel – der sogenannten Hasenschleppe – hinterherjagen.

Als Lockmittel verwendet man eine Kombination aus Fell und Plastikstreifen.

Die „Beute“ wird an einer Schnur befestigt und mithilfe einer Zugmaschine über ein hügliges und mit Büschen bewachsenes Gelände gezogen.

Die Streckenlänge beim Coursing liegt zwischen 400 und 1000 Metern.

Um die Jagd anspruchsvoll zu gestalten wird die Schnur  über am Boden platzierte Rollen geführt, so dass ein Zickzackkurs entsteht.

Bei Wettbewerben werden die teilnehmenden Windhunde nach Geschicklichkeit, Schnelligkeit, Jagdlust und Kondition bewertet.

An „normalen“ Coursing-Veranstaltungen können auch Hunde anderer Rassen teilnehmen.

Unabhängig davon, ob es sich um einen Wettbewerb handelt oder nicht gehen beim Coursing immer zwei Hunde gleichzeitig an den Start.

Regeln und Sicherheitsmaßnahmen beim Coursing für Hunde

Damit es beim Coursing möglichst nicht zu Kreislauf-Problemen oder Verletzungen kommt, solltest du als Veranstalter und/oder Teilnehmer folgende Hinweise beachten.

  • Stolperfallen und Untergrund: Der Parcours muss frei von potenziellen Gefahrenquellen sein. Fremdkörper müssen vor der Freigabe des Parcours entfernt werden. Zudem sollte das Gelände ausreichend Grip bieten. Hierzu darf das Gras maximal 10 Zentimeter hoch sein. Geröll oder feiner Sand sind als Untergrund für einen Coursing-Parcours ungeeignet.
  • Schnurführung: Damit die Hunde nicht Gefahr laufen, die Schnur zu berühren muss die Schnurführung so gelegt werden, dass die Hunde diese nicht überqueren müssen. Die Farbe der Rollen darf nicht zu hell sein.
  • Rollenwinkel: Den Regularien zufolge muss der Winkel der ersten Rolle über 90 Grad betragen, während die Winkel der anderen Rollen nicht unter 60 Grad sein dürfen.
  • Teilnahmebedingungen: Um am Coursing teilnehmen zu dürfen, müssen kleinere Windhunderassen ein Mindestalter von 15 Monaten und größere Windhunderassen ein Mindestalter von 18 Monaten erreicht haben. Hunde, die älter als 8 Jahre alt sind, sind von der Teilnahme am Coursing ausgeschlossen.
  • Gesundheitscheck: Hunde, die zum ersten Mal am Coursing teilnehmen, solltest du vorher von einem Tierarzt durchchecken lassen. Dabei sollte insbesondere auch eine Ultraschall-Untersuchung des Herzens vorgenommen werden.
  • Fitnesslevel: Damit dein Hund fit fürs Coursing ist, sollte er über eine gewisse Grundkondition verfügen. Hierzu empfiehlt sich gegebenenfalls ein geeignetes Trainingsprogramm.
  • Fütterung: 5 Stunden vor dem Coursing darfst du deinen Hund mit der Hälfte der Portion füttern, die er üblicherweise bekommt. Das letzte Mal trinken darf dein Hund 2 bis 3 Stunden vor dem Coursing. Danach sollte dein Hund kein oder nur noch sehr wenig Wasser bekommen.
  • Warm-Up: Vor seinem Lauf solltest du deinen Hund für mindestens 15 Minuten aufwärmen. Hier erfahren Sie, worauf es beim Aufwärm-Training ankommt.
  • Cool-Down: Während der Abkühlphase nach dem Coursing empfiehlt es sich den Hund durch gemächliches Laufen zur Ruhe zu bringen. Achte darauf, dass dein Vierbeiner uriniert und stelle ihm ausreichend Wasser zur Verfügung.
  • Wetterbedingungen: An heißen Tagen solltest du genau abwägen, ob du deinen Hund laufen lassen willst. In jedem Fall ist es wichtig, dass du ein Auge auf deinen Hund hast, damit du schnell auf etwaige Anzeichen für einen Hitzschlag reagieren kannst.
  • Krallenpflege: Da das Risiko relativ groß ist, dass sich dein Hund beim Coursing an den Krallen verletzt, sollten diese vor einem Lauf gründlich kontrolliert und gegebenenfalls so weit gekürzt werden, dass sie nicht den Boden berühren.
  • Schutzmaßnahmen: Um eine Verletzung der besonders sensiblen Daumenkralle zu verhindern, kannst du diese mit einer selbsthaftenden Binde umwickeln.

Diese Voraussetzungen sollte dein Hund fürs Coursing erfüllen

Wenn du nicht gerade einen Greyhound, ein Whippet oder ein Windspiel zu Hause sitzen hast, solltest du vor der Anmeldung zum Coursing zunächst kritisch hinterfragen, ob dein Liebling die folgenden Eigenschaften erfüllt:

  • Dein Hund hat einen ausgeprägten Jagdtrieb und Spaß daran seiner „Beute“ nachzustellen.
  • Im Umgang mit anderen Hunden sowie Menschen ist dein Hund unkompliziert.
  • Dein Hund verfügt über den nötigen Grundgehorsam.
  • Der Gesundheitszustand deines Hundes wurde vor kurzem überprüft und ist einwandfrei.
  • Konditionell ist dein Hund ausreichend fit für das Coursing.
  • Das Tragen eines Maulkorbs stellt für deinen Hund kein Problem dar.

So bereitest du deinen Hund auf das Coursing vor

Wenn dein Hund keinen ausgeprägten Jagdtrieb hat, kannst du diesen mithilfe einer Reizangel und dem entsprechenden Training verstärken.

Eine Reizangel ist im Wesentlichen nichts anderes als ein langer Stab, an dem sich ein mit einer Schnur befestigtes Spielzeug befindet.

Bewege das Spielzeug so, dass dein Hund die Bewegung nachvollziehen kann und belohne deinen Vierbeiner, wenn er das Spielzeug fängt, indem er mit seiner „Beute“ spielen darf.

Wiederhole das Training mit der Reizangel in regelmäßigen Abständen und intensiviere dabei nach und nach die Geschwindigkeit sowie die Richtungswechsel.

Als Konditionstraining für das Coursing eignen sich neben regelmäßigem Freilauf auch das Fahrradfahren mit Hund, Schwimmen sowie gemeinsame Frisbee- und Ballspiele.