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Können alle Hunde schwimmen?

Können alle Hunde schwimmen? Die Frage, ob alle Hunde instinktiv wissen, wie sie sich über Wasser halten können, hat sich wohl jeder Hundehalter bereits gestellt. Auch wir haben uns näher mit der Fragestellung auseinandergesetzt. Im folgenden Artikel verraten wir dir welche Hunde gut schwimmen können, wie du deinem Hund das Schwimmen beibringen kannst und was du dabei beachten musst.
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    Ist Schwimmen eine angeborene Fähigkeit?

    Die Antwort auf diese Frage lautet – Nein! Auch wenn es viele Hunde gibt, die instinktiv anfangen zu schwimmen, wenn sie im Wasser sind, handelt es sich dabei nicht um die Regel.

    Viele Hunde stellen sich bei ihren ersten Schwimmversuchen so ungeschickt an, dass sie von ihrem Besitzer gerettet werden müssen und brauchen einige Zeit, bis sie den Dreh raus haben.

    Einige Hunde lernen nie zu schwimmen und haben auch kein Interesse daran, ins Wasser zu gehen.

    Im Wesentlichen gibt es bezüglich der Schwimmfähigkeit vier verschiedene Hundetypen:

    1. Hunde, die von Beginn an sehr gut schwimmen können.
    2. Schlechte Schwimmer, die mit einer Hundeschwimmweste gesichert werden sollten.
    3. Hunde, die das Schwimmen lernen können.
    4. Und Hunde, die kein Interesse an Wasser haben.

    Welche körperlichen Merkmale machen Hunde zu guten Schwimmern?

    Die meisten Hunderassen, die für die Arbeit an und im Wasser gezüchtet wurden, haben einige charakteristische Eigenschaften gemeinsam.

    • Dichtes, wasserabweisendes Fell, das warm hält
    • Längere Beine im Vergleich zu anderen Rassen
    • Otterähnliche Rute zum Steuern und für eine gleichmäßige Verteilung des Körpergewichts
    • Zwischenhäute zwischen den Krallen, die Schwimmhäuten ähneln

    Welche Hunderassen gehören zu den guten Schwimmern?

    Einige Hunde sind wie gemacht zum Schwimmen und haben von Natur aus eine sehr hohe Affinität zum Wasser.

    Häufig handelt es sich dabei um Hunderassen wie den Golden Retriever oder den Labrador, also Hunderassen, die ursprünglich gezüchtet wurden, um den Jäger bei der Jagd zu unterstützen und geschossene Wasservögel aus dem Wasser zu apportieren.

    Tipp: Probier doch mal SUP mit Hund, wenn dein Liebling eine Wasserratte ist.

    Hunderassen, die gut schwimmen können

    Neufundländer

    Der Neufundländer ist eine Wasserratte durch und durch und wird bis heute eingesetzt, um in Seenot geratene Personen aus dem Wasser zu retten.

    Pudel

    Für viele mag es eine Überraschung sein, aber Pudel wurden ursprünglich für die Jagd auf Wasservögel gezüchtet. Ihr Name lässt sich von dem alten deutschen Dialektwort „Pfudel“ ableiten, was so viel wie Wasserpfütze bedeutet.

    Irischer und Englischer Setter

    Setter strotzen nur so vor Energie und Intelligenz. Sie sind großartige Apportierhunde, die Ihre Arbeit nicht nur an Land, sondern auch im Wasser beherrschen.

    Cocker Spaniel

    Die zur Vogeljagd gezüchteten Cocker Spaniel verfügen über herausragende Apportierfähigkeiten und haben nicht das geringste Problem damit, hierzu auch ins Wasser zu springen.

    Golden Retriever

    Golden Retriever liegt das Apportieren und Schwimmen im Blut, kein Wunder also, dass die Vierbeiner bevorzugt eingesetzt werden, wenn es darum geht, Menschen vor dem Ertrinken zu retten.

    Portugiesischer Wasserhund

    Früher wurden die portugiesischen Wasserhunde eingesetzt, um Botschaften von den Schiffen ans Land zu bringen. Außerdem halfen sie den Fischern dabei, die Fische in die Netze zu treiben.

    Labrador Retriever

    Die Zwischenhäute zwischen den Zehen, ein Otterähnlicher Schwanz sowie das dichte Fell des Labradors macht die Vierbeiner zu guten und ausdauernden Schwimmern.

    Spanischer Wasserhund

    Der Spanische Wasserhund ist arbeitswillig und äußerst athletisch. Früher halfen sie den Fischern dabei, die schweren Netze an Land zu ziehen.

    Hunderassen, die nicht gut schwimmen können

    Einige Hunderassen können in der Regel schlechter schwimmen als andere. Dabei handelt es sich meist um kleinere Hunderassen mit kurzen Beinen und besonders schwerem Fell. Auch ein kurzer Kopf ist zum Schwimmen eher ungeeignet, da er das Atmen erschwert.

    Hunderassen, die schlecht schwimmen können:

    Englische Bulldoge

    Die Englische Bulldogge hat mit ihren kurzen Beinen und ihrem hohen Körpergewicht einen zum Schwimmen gänzlich ungeeigneten Körperbau. Die kurze Nase führt dazu, dass sie beim Schwimmen schlecht Luft bekommen.

    Mops

    Auch der Mops ist definitiv nicht zum Schwimmen geboren worden. Sie haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie die Bulldogge.

    Corgi

    Der kompakte, fassförmige Körperbau des Corgis in Kombination mit den kurzen Beinen macht die Rasse zu schlechten Schwimmern.

    Dackel

    Dackel haben einen länglichen Körper und sehr kurze Beine, sodass sie sich nur äußerst schwer über Wasser halten können und nur unter Aufsicht ins Wasser gelassen werden sollten.

    Chow Chow

    Obwohl der Chow Chow groß aussieht, versteckt sich unter dem pompösen Fellkleid eine tiefe Brust und relativ kurze Beine. Die kurze Nase erschwert das Schwimmen zusätzlich.

    Pekingese

    Wie die anderen Hunderassen, die schlecht schwimmen können, verfügt auch der Pekingese mit seinen kurzen Beinen und seinem flachen Kopf nicht über die besten Voraussetzungen zum Schwimmen.

    Wie kann ich meinem Hund das Schwimmen beibringen?

    Wenn dein Hund zu den Rassen gehört, die an und für sich gut schwimmen können, sich bisher aber noch nicht ins Wasser getraut hat, kannst du versuchen, ihn zum Schwimmen zu animieren.

    Hierzu empfiehlt es sich, mit gutem Beispiel voranzugehen – oder besser gesagt voranzuschwimmen – und selbst ins kühle Nass zu springen. In vielen Fällen folgt der Hund nach anfänglicher Skepsis ins Wasser und fängt von ganz allein an zu schwimmen.

    Solltest du selbst nicht dazu in der Lage sein, zu schwimmen oder einfach keine Lust dazu haben, kannst du auch einen Ball oder ein anderes schwimmfähiges Spielzeug ins Wasser schmeißen, damit dein Vierbeiner diesem folgt.

    Um deinen Hund nicht abzuschrecken, solltest du das Spielzeug zunächst nur an den Rand schmeißen und die Entfernung schrittweise steigern.

    Diese Dinge solltest du beachten, wenn du deinem Hund beibringst zu schwimmen:

    Tipp 1: Zwinge deinen Hund zu nichts

    Wenn du deinem Hund das Schwimmen beibringst, solltest du es langsam angehen lassen. Jeder Hund lernt anders und es kann durchaus sein, dass dein Vierbeiner einige Wochen braucht, bis er anfängt zu schwimmen. Dies ist kein Grund, enttäuscht zu sein, sondern ganz normal. Strahle bei den gemeinsamen Schwimmstunden Sicherheit und Ruhe aus und brich die Übung ab, wenn dein Hund sich verweigert oder keine Lust mehr hat.

    Tipp 2: Benutze eine Schwimmweste für Hunde

    Die Verwendung einer Schwimmweste für Hunde kann nicht nur aus Sicherheitsgründen sinnvoll sein, sondern macht es deinem Hund auch leichter, sich über Wasser zu halten und Selbstvertrauen zu fassen. Außerdem kannst du deinen Hund besser sehen und an der Schwimmweste leichter aus dem Wasser heben, wenn dies notwendig sein sollte.

    Tipp 3: Sorge für einen sicheren Ausstieg

    Wenn dein Hund in Panik gerät und/oder das Wasser verlassen möchte, muss er dies ohne weiteres tun können. Zeige deinem Hund, wo er aus dem Wasser kommt und leite ihn mit deinen Händen zu einer geeigneten Stelle.

    Tipp 4: Spüle und trockne deinen Hund nach dem Schwimmen

    Nach dem Schwimmen solltest du deinen Hund nach Möglichkeit unter klarem Wasser abspülen, um eventuelle Verschmutzungen oder Salz aus dem Fell zu entfernen. Außerdem solltest du deinen Liebling nach dem Schwimmen gründlich abtrocknen. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn es draußen etwas frischer ist.

    Tipp 5: Lass deinen Hund nicht unbeobachtet im Wasser

    Schwimmen ist nicht nur für uns Menschen, sondern auch für Hunde äußerst anstrengend. Lass deinen Hund daher nicht aus den Augen, wenn er sich im Wasser befindet und ruf ihn zu dir, wenn du merkst, dass er erschöpft ist. Zudem solltest du deinen Hund nicht an Stellen ins Wasser lassen, an denen eine starke Strömung herrscht. Während des Sommers gilt es insbesondere auf Blaualgen zu achten.

    Dürfen Hunde in Chlorwasser schwimmen?

    Hunde sind deutlich empfindlicher als wir Menschen und sollten nicht in Kontakt mit gechlortem Wasser kommen.

    Das Schwimmen in einem gechlorten Pool könnte die Augen, die Nase und die Ohren reizen und zu unangenehmen Reaktionen führen.

    Sollte dein Hund dennoch mal in gechlortem Wasser schwimmen, ist es wichtig, dass du ihn anschließend abspülst.

    Wenn du einen Pool zu Hause hast und deinen Hund gerne in diesem schwimmen lassen willst, empfiehlt es sich, das Wasser mithilfe von Salzelektrolyse zu desinfizieren.

    Dabei handelt es sich um eine für deinen Hund vollkommen ungefährliche Art und Weise, den Pool frei von Bakterien zu halten.

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