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Zecken beim Hund entfernen und natürlich vorbeugen

Sommerzeit ist Zeckenzeit. Wie du deinen Hund vor den unliebsamen Parasiten schützen kannst, welche Hausmittel gegen Zecken beim Hund geeignet sind und mit welche Techniken du Zecken entfernen kannst, verraten wir dir in diesem Artikel.
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Inhalt
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    Warum sind Zecken für Hunde gefährlich?

    Mit Zecken haben wohl die meisten Hundehalter Probleme. Kein Wunder! Schließlich kann ein Zeckenbiss nicht nur zu schmerzhaften Entzündungen sondern auch zu einer gefährlichen Infektion führen.

    Zu den Erkrankungen, die durch einen Zeckenbiss übertragen werden können, gehören neben Anaplasmose, Ehrlichiose und Babesiose auch Borreliose.

    Hausmittel statt Chemie 

    Um den Hund vor den möglichen Folgen eines Zeckenbisses zu schützen greifen viele Hundehalter nach wie vor auf chemische Präparate zurück. Da entsprechende Mittel allerdings äußerst unangenehme und schwerwiegende Nebenwirkungen mit sich bringen können, werden natürliche Alternativen immer beliebter. Die gängigsten Hausmittel gegen Zecken beim Hund sind:

    • Kokosöl
    • Bernsteinketten
    • Zitrose
    • Bierhefe
    • Neemöl

    Im folgenden Abschnitt verraten wir dir, welche Wirkung diese Hausmittel auf Zecken haben und worauf du bei der Anwendung achten solltest.

    Kokosöl gegen Zecken 

    Kokosöl besteht zu ungefähr 60% aus Laurinsäure. Im Rahmen unterschiedlicher Studien konnten Wissenschaftler nachweisen, dass Zecken mit Kokosöl behandelte Hautstellen meiden. Sogar die wenigen Zecken, die sich trotz des Kokosöls festbissen, ließen schon nach kürzester Zeit wieder von Ihrem Wirt ab.

    Anwendung von Kokosöl beim Hund

    Die Anwendung von Kokosöl beim Hund ist simpel und für alle Vierbeiner gleichermaßen geeignet.

    Für einen möglichst effektiven Zeckenschutz solltest du deinen Vierbeiner regelmäßig mit Kokosöl einreiben. Dabei solltest du darauf achten, dass insbesondere die besonders gefährdeten Körperstellen – also Ohren, Bauch und Hautfalten – ausreichend Kokosöl abbekommen.  

    Auch wenn eine Zecke wieder erwarten zugebissen hat, kann Kokosöl dank seiner antimikrobiellen Wirkung hilfreich sein, da es Bakterien und Viren abtötet.

    Bernsteinketten gegen Zecken

    Geht es um das Thema „Bernsteinketten gegen Zecken“ sind Hundehalter geteilter Meinung. Während einige Hundehalter auf die Wirkung schwören sind andere der Meinung es würde sich lediglich um Aberglauben handeln.

    So wirken Bernsteinketten gegen Zecken

    Bernstein enthält ätherische Öle, deren kaum wahrnehmbarer Geruch sich beim Tragen auf das Fell des Hundes überträgt. Der als „würzig“ beschriebene Geruch soll eine abschreckende Wirkung auf Zecken haben. Hierzu sei jedoch gesagt, dass Zecken keine Nase haben und somit an und für sich auch nicht dazu in der Lage sein dürften, den Geruch wahrzunehmen.

    Da sich der Bernstein durch die Reibung während des Tragens elektrostatisch auflädt entsteht ein für die Zecken wahrnehmbares Elektrofeld. Dieses kann die Zecken zwar nicht davon abhalten, sich auf dem Hund niederzulassen, soll allerdings dazu führen, dass diese sich schnell wieder davon machen.

    Anwendung von Bernsteinketten beim Hund

    Für einen möglichst guten Schutz sollte dein Vierbeiner seine Bernsteinkette während der Zeckensaison durchgehend tragen (mit Ausnahme von Tobe-Einheiten mit anderen Artgenossen). Hundehalter, die von der Wirkung der Bernsteinkette überzeugt sind berichten, dass es bis zu zwei Wochen dauern kann, bis die Bernsteinkette ihre Wirkung zeigt.

    Zistrose (Cistus Incanus) gegen Zecken

    Neben ihrem nachweislich positiven Effekt auf das Immunsystem lässt sich Zistrose auch als Hausmittel gegen Zecken verwenden. Beim Kauf entsprechender Produkte solltest du sicherstellen, dass es sich um Zistrose aus biologischem Anbau handelt. So ist gewährleistet, dass dein Hund keine gefährlichen Schadstoffe aufnimmt. Zudem sollte das Präparat keine anderen Zusätze wie Vitamine o.ä beinhalten.

    Anwendung von Zistrose beim Hund

    Um deinen Hund mit Zistrose vor Zecken zu schützen kannst du das Kraut entweder pur oder in Pulverform (aus der Apotheke) unter das Futter deines Lieblings mischen. Alternativ kannst du deinem Hund auch einen Zistrose-Tee zubereiten. Wie bei allen natürlichen Mitteln tritt auch die Wirkung der Zistrose erst nach ungefähr zwei Wochen ein.

    Bierhefe gegen Zecken

    Bierhefe ist ein weiteres Hausmittel gegen Zecken beim Hund. Tiermediziner gehen davon aus, dass sich die abschreckende Wirkung der Bierhefe auf den Geruch der enthaltenen B-Vitamine zurückführen lässt. Ein von Wissenschaftlern durchgeführtes Experiment ergab, dass Hunde, welche zuvor über einen längeren Zeitraum Bierhefe erhielten, kaum von Zecken befallen wurden.

    Anwendung von Bierhefe beim Hund

    Wenn du deinen Hund mit Bierhefe vor Zecken schützen möchtest, kannst du ihm die Bierhefe einfach über das Futter streuen oder mit Joghurt verrühren. Da einige Vierbeiner nach der Vergabe von Bierhefe mit Verdauungsproblemen zu kämpfen haben, ist es empfehlenswert die Dosierung schrittweise zu steigern. Dabei solltest du dich an den Dosierungsempfehlungen des Herstellers orientieren.

    Neemöl gegen Zecken 

    Kleingartenbesitzer werden Neemöl eventuell als natürliches Pflanzenschutzmittel kennen. Was viele jedoch nicht wissen ist, dass Neemöl auch als Hausmittel gegen Zecken beim Hund verwendbar ist. So enthält das aus Indien stammende Öl über 100 unterschiedliche Inhaltsstoffe, unter denen sich unter anderem Azadirachtin befindet. Azadirachtin hemmt die Entwicklung von Insektenlarven und scheint auch auf Parasiten eine abschreckende Wirkung zu haben.

    Anwendung von Neemöl beim Hund

    Neemöl wird äußerlich angewendet. Hierzu musst du das Fell an den entscheidenden Stellen regelmäßig mit Neemöl einreiben. Aber Achtung: Auch wenn Neemöl deinen Hund vor Zecken schützt, hat es den Nachteil, dass es äußerst intensiv und unangenehm riecht. Sei daher sparsam in der Anwendung und suche nach einer Alternative, wenn dein Hund mit dem Geruch nicht zurechtkommt.

    Darum solltest du Zecken schnellstmöglich entfernen

    Wenn du eine Zecke entdeckst, die sich bereits in der Haut deines Hundes festgebissen hat, ist schnelles Handeln erforderlich.

    Je mehr Zeit zwischen dem Zeckenbiss und dem Entfernen des Parasiten vergeht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Übertragung von Krankheitserregern kommt.

    Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir dir, immer eine Zeckenzange oder ein ähnliches Werkzeug zur Zeckenentfernung mitzuführen. So musst du nicht warten, bis du zu Hause bist, sondern kannst die Zecke noch im Wald wieder entfernen.

    Tipp: Um eine entfernte Zecke schnell und effektiv zu vernichten, kannst du diese entweder zerquetschen oder in eine Flamme halten.

    Welche Möglichkeiten zur Zeckenentfernung gibt es?

    Um Zecken beim Hund zu entfernen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Die gängigsten Methoden stellen wir dir im folgenden Abschnitt vor:

    Zeckenpinzette

    Am wohl verbreitetsten ist die Entfernung mithilfe einer Zeckenpinzette. Diese sollte an ihrer Vorderseite gebogen und spitz sein. So lässt sich weitestgehend verhindern, dass die Zecke beim Entfernen gequetscht wird und daraufhin Krankheitserreger abgibt.

    So entfernst du eine Zecke mit der Zeckenpinzette:

    1. Führe die geöffnete Pinzette auf der Höhe des Kopfes an die Zecke heran
    2. Achte beim Umschließen der Zecke darauf, dass du die Zecke nicht quetschst
    3. Ziehe die Zecke senkrecht nach oben
    4. Entsorge die Zecke
    5. Beobachte den Heilungsprozess

    Zeckenkarte

    Zeckenkarten haben in etwa das Format einer Checkkarte und lassen sich somit einfach im Portemonnaie mitführen. Im Gegensatz zu einer Checkkarte verfügen Zeckenkarten über einen V-Förmigen Schlitz, mit dem sich die Zecke fixieren und heraushebeln lässt.

    So entfernst du eine Zecke mit der Zeckenkarte:

    1. Schiebe die Zeckenkarte in einem möglichst flachen Winkel an den Kopf der Zecke heran
    2. Umschließe den Kopf in einem Schwung mit dem Schlitz der Karte
    3. Hebel die Zecke nach oben aus der Haut heraus
    4. Vernichte die Zecke
    5. Beobachte den Heilungsprozess

    Zeckenlasso

    Ein Zeckenlasso – auch Zeckenschlinge genannt – ist im Wesentlichen nichts anderes als ein Stift, der statt einer Mine eine Schlinge enthält. Diese wird um die Zecke geführt, zugezogen und dann so bewegt, dass sich die Zecke von der Haut lösen lässt.

    So entfernst du eine Zecke mit dem Zeckenlasso:

    1. Führe das Zeckenlasso über den Körper der Zecke und lege es auf der Haut ab
    2. Ziehe die Schlinge zu, richte die den Griff auf und drücke leicht auf die Haut
    3. Ziehe die Zecke vorsichtig senkrecht nach oben heraus
    4. Bringe die Zecke weg
    5. Beobachte die Einstichstelle

    Darauf musst du beim Entfernen einer Zecke achten

    • Um deinen Hund nicht unnötig nervös zu machen, solltest du beim Entfernen der Zecke so ruhig wie möglich bleiben. So signalisierst du deinem Liebling, dass alles OK ist.
    • Wenn du eine Zecke gefunden hast, solltest du deinen Hund unbedingt auf weitere Zecken hin untersuchen.
    • Behandele die Einstichstelle nach dem Entfernen der Zecke mit Kokosöl oder einem anderen zur Desinfektion geeignetem Hausmittel.
    • Beobachte die Einstichstelle für einige Zeit. So kannst du rechtzeitig reagieren, wenn es zu Rötungen, Schwellungen oder gar einer Entzündung kommen sollte.
    • Sollte die Zecke sich an einer schwer zugänglichen Stelle befinden, kann es sinnvoll sein, eine zweite Person um Hilfe zu bitten. Diese kann Haare zur Seite schieben, deinen Hund festhalten oder mit einer Taschenlampe Licht spenden.
    • Verzichte auf vermeintliche Hausmittel wie Alkohol oder Nagellackentferner. Entsprechende Substanzen sind nicht nur schädlich für deinen Hund, sondern erhöhen zudem das Risiko einer Krankheitsübertragung.
    • Wenn du dir das Entfernen einer Zecke beim Hund nicht zutraust, empfehlen wir dir, zum Tierarzt zu fahren.

    Was passiert, wenn der Zeckenkopf stecken bleibt?

    Leider kommt es hin und wieder zu Komplikationen beim Entfernen einer Zecke. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut deines Hundes steckenbleiben sollte, ist dies kein Grund, gleich panisch zu werden. Entgegen vieler Annahmen handelt es sich bei dem Überbleibsel meist nicht um den Zeckenkopf, sondern um den Stechrüssel. In der Regel wird dieser nach einiger Zeit vom Organismus abgestoßen, ohne dass es zu weiteren Komplikationen kommt.

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