Schwerhörigkeit beim Hund – Wenn der Hund taub wird

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Mit zunehmendem Alter bekommen nicht nur viele Menschen Probleme mit ihrem Gehör. Auch viele Hunde werden schwerhörig, wenn sie älter werden. Zudem gibt es einige Hunderassen, die genetisch bedingt zur Schwerhörigkeit neigen. Wie du testen kannst, ob dein Hund schwerhörig ist, wie es dazu kommen kann und was du beim Zusammenleben mit einem schwerhörigen Hund beachten musst, verraten wir dir in diesem Artikel.

Ursachen für Schwerhörigkeit beim Hund

Hunde haben äußerst sensible und gute Ohren, mit denen sie Geräusche wahrnehmen können, die uns Menschen verborgen bleiben. Wenn es zu Schäden im Bereich des Ohres kommt, kann dies dazu führen, dass der Hund sein Gehör teilweise oder gar ganz verliert.

Erworbene Hörprobleme beim Hund

Zu den wohl häufigsten Ursachen für Schwerhörigkeit beim Hund gehört die Altersschwerhörigkeit, die meist ab einem Alter von etwa 10 Jahren langsam einsetzt.

Es kann allerdings auch deutlich früher zu Schwerhörigkeit kommen, wenn der Hund beispielsweise permanent lauten Geräuschen ausgesetzt ist. Auch Ohrenentzündungen sowie Infektionen des Ohres können eine Schwerhörigkeit begünstigen.

Deutlich seltener ist hingegen eine plötzliche Schwerhörigkeit beim Hund, durch einen sogenannten Hörsturz.

Genetisch bedingte Taubheit bzw. Schwerhörigkeit beim Hund

Manche Hunde sind von Geburt an taub. Solch eine genetisch bedingte Gehörlosigkeit beim Hund ist irreversibel und lässt sich in vielen Fällen auf die Fellfarbe zurückführen. Hunde mit weißem Fell sind häufiger taub als andere Hunde.

Während das Gehör bei gesunden Welpen bereits ab der zweiten Lebenswoche voll funktionsfähig ist, bleiben die betroffenen Welpen gehörlos.

Schwerhörigkeit bei Hunden feststellen

Ist dein Hund schwerhörig oder gar taub? Um feststellen zu können, ob dein Hund nicht mehr so gut hört wie früher, gibt es einige simple Tests, die du problemlos zu Hause durchführen kannst.

Klatsche oder pfeife doch einfach mal, wenn dein Hund gerade unaufmerksam ist und achte auf seine Reaktion. Wenn er sich nicht rührt, hat er das Geräusch eventuell wirklich nicht wahrgenommen.

Aus einem einmaligen Test kannst du noch keine Schlüsse ziehen. Wiederhole den Test daher lieber einige Male und variiere dabei die Lautstärke.

Um eine genaue Diagnose zu erhalten, solltest du daher unbedingt zum Tierarzt fahren, wenn du das Gefühl hast, dass dein Hund schwerhörig ist. Dieser kann mithilfe neurologischer Routinetests schnell herausfinden, ob und, wenn ja, wie schwerhörig dein Vierbeiner ist.

Achtung: Hunde lernen, einen schleichenden Gehörverlust zu kompensieren. So könnte es beispielsweise sein, dass dein Hund die Vibrationen des Fußbodens wahrnimmt, wenn du den Raum betrittst.

Schwerhörigkeit beim Hund vorbeugen

Gehörlosigkeit beim Hund lässt sich nur bedingt vorbeugen und in den seltensten Fällen behandeln. Wir wollen dir dennoch verraten, was du tun kannst, damit dein Hund möglichst lange hören kann.

  • Augen auf beim Welpenkauf: Achte bei der Wahl des Züchters darauf, dass dieser ausschließlich Hunde miteinander verpaart, die nachweislich über ein funktionierendes Gehör verfügen.
  • Regelmäßige Pflege: Infektionen und Entzündungen machen dem Gehör sehr zu schaffen. Daher solltest du versuchen, entsprechenden Komplikationen durch regelmäßige und gründliche Ohrenpflege vorzubeugen.
  • Schnelle Behandlung: Sollte es trotz aller Maßnahmen dennoch zu einer Infektion kommen, musst du diese umgehend von einem Tierarzt behandeln lassen.

Leben mit einem schwerhörigen Hund

Als Menschen neigen wir dazu, unsere Hunde zu vermenschlichen und zu bemitleiden, wenn diese schwerhörig oder taub sind.

Dies ist allerdings eher unbegründet.  Die meisten Vierbeiner kompensieren ihr Handicap recht gut, indem sie sich mehr auf ihre anderen Sinne verlassen.

Deswegen ist es meist der Hundehalter selbst, der sich mit der neuen Situation arrangieren muss. Insbesondere an die nonverbale Kommunikation mit dem Hund muss man sich zunächst gewöhnen.

Hierzu empfiehlt es sich, dem Hund Handzeichen zur Verständigung beizubringen.

Wenn du deinen Hund nicht für den Rest seines Lebens an der Leine führen willst, sollte das Hauptaugenmerk auf sicherheitsrelevanten Kommandos wie dem Rückruf liegen.

Ist dein Hund schwerhörig, aber nicht komplett taub, kannst du beispielsweise eine Hundepfeife einsetzen, um auf dich aufmerksam zu machen. Welche Frequenz dein Hund hört, muss jedoch individuell getestet werden.

Bei tauben Hunden kannst du ihn mithilfe eines ferngesteuerten Vibrationshalsbandes darauf konditionieren, zu dir zurückzukehren, wenn er die Vibration spürt.