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8 Mythen der Hundeernährung

Rund um die Hundeernährung kursieren viele unterschiedliche Mythen, die meistens jedoch nicht wahr sind. Für dich als Hundebesitzer gilt deshalb: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Wir zeigen dir, welche Mythen es gibt und was davon wirklich stimmt und was nicht.
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    Mythos Nr. 1: Verschiedene Fütterungsarten dürfen nicht miteinander gemischt werden

    FALSCH! Nass- und Trockenfutter haben aufgrund ihrer Verarbeitung und ihrer verschiedenen Bestandteile unterschiedliche Verdauungszeiten. Tierische Komponenten sind meist schneller verdaut als pflanzliche. Während Nassfutter also innerhalb von 6 bis 8 Stunden verdaut wird, benötigt Trockenfutter bis zu 14 Stunden, um den Verdauungstrakt vollständig zu durchlaufen. Ist dein Hund gesund, hat eine Mischung der Futterarten jedoch keinerlei negativen Einfluss auf die Verdauung deines Hundes und führt somit auch nicht zu Beschwerden. 

    Was steckt also hinter diesem Irrglauben? Wer seinem Hund sowohl Trocken- als auch Nassfutter gibt, hat häufig das Problem, dass er den Überblick darüber verliert, in welchem Verhältnis die Inhaltsstoffe wie Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralien im Futter enthalten sind. So kann es leicht zu einer Überfütterung und damit einhergehenden Verdauungsproblemen kommen. 

    Wer möchte, kann also durchaus Trockenfutter abwechselnd mit Nassfutter geben. Wichtig ist aber immer, dass du auf die richtige Menge, die Qualität der Inhaltsstoffe und die individuellen Bedürfnisse deines Hundes achtest.

    Mythos Nr. 2: Ein Hund benötigt keine Kohlenhydrate

    FALSCH! Kohlenhydrate sind zwar nicht essenziell, spielen in der Ernährung deines Hundes aber eine wichtige Rolle. Hier unterscheidet sich dein Vierbeiner auch vom Wolf, der Kohlenhydrate in größeren Mengen nicht verwerten kann. 

    Kohlenhydrate haben zwei wesentliche Funktionen in der Ernährung deines Hundes:

    Die in Kohlenhydraten enthaltenen Ballaststoffe dienen als Nahrung für die guten Darmbakterien deines Hundes und sorgen so für eine gesunde und intakte Darmflora. 

    Kohlenhydrate stellen außerdem eine viel effektivere Energiequelle als Proteine oder Fette dar, da sie schneller in Energie umgewandelt werden können. Insbesondere für aktive Vierbeiner im Hundesport sind Kohlenhydrate im Futter daher sehr wichtig.

    Doch auch hier gilt: Gesund ist nur die ausgewogene Mischung. Eine zu kohlenhydrathaltige Ernährung kann leicht zu Übergewicht führen, wenn dein Hund die zugeführte Energie nicht durch Bewegung wieder abbauen kann.  

    Mythos Nr. 3: Ein Hund braucht viel Fleisch

    FALSCH! Dass ein Hund bei der Ernährung besonders viel Fleisch benötigt, ist grundsätzlich falsch. Es handelt sich dabei zwar um eine wichtige Nahrungskomponente, trotzdem gilt der Hund quasi als Allesfresser, der sich auf Fleisch spezialisiert hat. Auch Fette und Kohlenhydrate dienen für die Energiegewinnung und liefern Proteine. Erwachsene Hunde haben einen geringeren Proteinbedarf, als zum Beispiel Welpen oder Junghunde. Wird ein Hund körperlich besonders stark beansprucht, benötigt er zusätzliche Proteine für die Neubildung der Muskeln.

    In einer Ration darf der Anteil von Fleisch bei ca. 50 %, bzw. der Hälfte liegen. So wird auch der Bedarf an Proteinen gut gedeckt. Die Qualität des Fleisches sollte hochwertig sein. Dies ist besonders bei einer Roh-Fütterung wichtig. Hat das Fleisch eine schlechte Qualität, ist es oftmals mit Keimen belastet. Dadurch kann der Hund Probleme bekommen.

    Mythos Nr. 4: Vegetarische Ernährung des Hundes ist möglich

    RICHTIG! Dieser Mythos stimmt, obwohl es viele nicht als wahr gelten lassen wollen. Eine vegetarische Ernährung des Hundes ist durchaus möglich. Manche Erkrankungen des Hundes machen eine solche Vorgehensweise sogar notwendig. Bei der vegetarischen Ernährung des Vierbeiners muss unbedingt auf genügend Nährstoffe geachtet werden. Der Hund muss allerdings nicht fleischfrei ernährt werden, solange der Mensch Fleisch ist.

    Mythos Nr. 5: Keine Aktivität nach dem Fressen

    RICHTIG! Dass der Hund nach dem Fressen nicht aktiv sein sollte, stimmt. So kann die Verdauung gut funktionieren. Deshalb sollte dem Hund eine Ruhepause nach dem Futter gegönnt sein, die ein bis 2 Stunden dauert. Dies hängt mit dem vegetativen Nervensystem zusammen. Die Verdauung kommt nur dann richtig in Gang, wenn der Hund wirklich Ruhe hat. Auch die Gefahr der Magendrehung besteht.

    Mythos Nr. 6: Immer das gleiche Futter?

    FALSCH! Hunde sollten nicht, entgegen vieler Behauptungen immer dasselbe fressen. Ein Hund lernt im jungen Welpenalter diverse Komponenten in Bezug auf das Futter zu akzeptieren oder zu mögen. Es wird schwierig, dem Hund andere Futtersorten schmackhaft zu machen, bzw. neue Komponenten in die Ernährung einzubauen, wenn der Hund von Kindesbeinen an nur immer dasselbe Futter erhalten hat. Bei Erkrankungen wird es dann besonders kompliziert. Kommen frische Nahrungsmittel für den Hund zum Einsatz, sollten diese unbedingt aus unterschiedlichen Komponenten bestehen. Deshalb gilt eine abwechslungsreiche Ernährung für den Hund als besonders ratsam.

    Mythos Nr. 7: Dem Hund keine Essensreste füttern

    FALSCH! Es ist nicht schlecht, einem Hund die Reste vom Essen als Hundefutter zu geben. Ausschlaggebend sind hierbei wiederum die Ernährung des Menschen und die Reste von diesem Essen. Reste aus dem menschlichen Kochtopf sind deshalb willkommen. Voraussetzung dafür ist natürlich eine ausgewogene und gesunde Ernährung des Menschen. Es gibt nur wenige Nahrungsmittel, die sich überhaupt nicht für Hunde eignen.

    Mythos Nr. 8: Hat rohes Fleisch eine höhere Verdaulichkeit?

    FALSCH! Rohes Fleisch hat für den Hund keine höhere Verdaulichkeit, als gekochtes Fleisch. Die Verdaulichkeit von gekochtem oder rohem Fleisch hält sich immer die Waage.

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