Hunde aneinander gewöhnen – So klappt die Vergesellschaftung

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Egal ob Zweithund oder bei gemeinsamen Gassirunden mit Freunden: Für Hundehalter gibt es kaum ein schöneres Bild als das ihres Vierbeiners, wie er glücklich und entspannt mit seinen Artgenossen Kontakt aufnimmt und herumtollt.

Doch nicht jeder Hund tut sich leicht mit sozialen Kontakten zu seinen Artgenossen. Spätestens dann, wenn die erste Begegnung mit einem potenziellen neuen Freund danebenging, ist nicht nur der Hund unsicher, sondern auch Herrchen oder Frauchen. Doch das bedeutet nicht, dass gemeinsames Herumtollen von nun an kein Thema mehr sein kann.

Gezieltes Begegnungstraining glättet die Wogen und zeigt deinem Hund Wege, in Zukunft entspannt mit seinen Freunden Spaß haben zu können. Damit eine wunderbare Hundefreundschaft entsteht, kannst du als Halter jedoch einen entsprechenden Grundstein legen, die für ein entspanntes Kennenlernen sorgen.

Hunde zusammenführen: Erste Infos über die Nase

Wenn du Hunde zusammenführen möchtest, musst du eines bedenken: Sie kommunizieren anders als ihre Halter. Während wir Worte und Gesten dem gegenseitigen Beschnüffeln in der Regel vorziehen, vertraut dein Hund hauptsächlich auf seine Nase. Das Äußere ist für Hunde maximal zweitrangig. Sich gegenseitig zu Beschnuppern liefert dagegen die Informationen, die wichtig sind, um den möglichen neuen Kumpel richtig einzuschätzen. Das direkte Beschnuppern des anderen Hundes muss jedoch nicht die erste Instanz des Kennenlernens sein.

Erste Begegnung mit Zweithund: Langsames Herantasten

Gerade bei eher aufgeregten Hunden solltest du als Besitzer für die erste Begegnung mit dem Zweithund lieber einen gemeinsamen Gassigang wählen. Das gilt auch, wenn du deinen Hund an einen Zweithund gewöhnen möchtest. Beim gemeinsamen Gassigang tauschen die Hunde wichtige Informationen aus – insbesondere über Urinmarken. Auf diese Weise erfassen die Hunde wichtige Informationen zu ihrem Gegenüber und lernen sich auf eine sehr instinktive Weise kennen.

Gerade bei der Zusammenführung mit dem neuen Zweithund ist es sinnvoll einen Helfer dazu zu bitten, damit du nicht alleine beide Hunde an der Leine führen musst. Sollte die Anspannung noch zu groß oder einer der Hunde zu aufgeregt sein, könnt ihr dann zunächst in einem sicheren Abstand hintereinander gehen. Hauptsache ist, dass beide Hunde die Möglichkeit haben, die Duftmarken des anderen zu erschnüffeln und sich so ein Bild über den Artgenossen zu machen.

Dalmatiner und Zweithund erkunden gemeinsam die Wiese
Damit das Zusammenleben von Hunden von Anfang an harmonisch verläuft, ist wichtig, dass du bei der Vergesellschaftung zweier fremder Hunde einige Punkte beachtest.

Schluss mit angespannten Treffen: Neugier wecken und Akzeptanz schaffen

Mit diesem „Steckbrief“ wurde nun bereits eine Basis für das direkte Kennenlernen geschaffen. Nun geht es darum, die beiden Fellnasen an die Anwesenheit des anderen zu gewöhnen und die Neugier der Hunde füreinander zu wecken. Trefft euch dazu beispielsweise auf einer Wiese. Erkundet gemeinsam mit eurem Hund diese Umgebung und sorgt dafür, dass ihr dem anderen Hund-Mensch-Paar immer mal wieder „über den Weg lauft“. Ein direkter Kontakt muss hier noch nicht sein, vielmehr geht es darum, dass die beiden einander beobachten, aufmerksam und neugierig werden. So gewöhnen sich die Hunde daran, dass der Artgenosse anwesend ist, können neue Duftmarken dieser Bekanntschaft erschnüffeln und kommen einander immer näher. Am Ende dieses Schritts bedeutet die Anwesenheit des anderen Hundes nicht mehr Anspannung und Aufgeregtheit, sondern das Akzeptieren des Artgenossen in der näheren Umgebung.

Hunde vergesellschaften: Intensives Kennenlernen lieber ohne Leine

Die nächsten Treffen sollten nun schon deutlich entspannter verlaufen. Nun heißt es: Lasst die Vierbeiner mal machen. Generell sollten sich Hunde ohne Leine einander kennenlernen und sich in Ruhe beschnüffeln können. Nun wird geschnuppert, eventuell ein bisschen darüber „diskutiert“, ob es einen dominanteren Part gibt oder nicht und schlussendlich das Spielverhalten des anderen erkundet. Funktioniert das entspannte gemeinsame Spiel nicht sofort, ist das kein Weltuntergang. Hier können Herrchen oder Frauchen durchaus ein wenig helfen. So ist beispielsweise das gemeinsame Spielen eine tolle Möglichkeit, sich einander anzunähern. Auch ein weiterer gemeinsamer Gassigang ohne Leine kann helfen.

Entspannte Hundetreffen sind gut für Hund und Halter – auch ohne wildes Toben

Nicht jeder Hund ist der klassische soziale Gruppentyp. Auch wenn der Hund vom Wolf abstammt und somit eindeutig von einem Rudeltier, bedeutet dies nicht automatisch, dass insbesondere erwachsene Hunde viel Wert auf gemeinsames Spielen legen. Hat dein Hund also einfach keine Lust, mit seinem neuen Freund zu spielen, ist das durchaus in Ordnung. Erzwingen lässt sich hier wenig. Was du als Halter jedoch tun kannst und solltest, ist dafür zu sorgen, dass die Begegnungen mit Artgenossen generell entspannt und friedlich verlaufen. Denn auch wenn das gemeinsame Spiel nicht „jeder Hunds“ Sache ist, genießen annähernd alle Vierbeiner die Anwesenheit von Artgenossen, das gemeinsame Schnüffeln und Erkunden. Als Ruhepol solltest du daher stets daran denken, dass dein Hund auch deine Anspannung spürt. Bist du unsicher, ist er es vermutlich auch. Entspannung ist daher nicht nur für die Vierbeiner selbst wichtig, sondern sollte auch die Gemütslage am anderen Ende der Leine widerspiegeln.