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Haarausfall bei Katzen

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Katzen verlieren während des Fellwechsels mehr Haare als sonst. Falls ihr Fell kahle Stellen aufweist, solltest du allerdings hellhörig werden. Häufig lecken Katzen sich selbst kahl. Fachleute sprechen in diesem Fall von „feliner selbstinduzierter Alopezie“ (FSA). Hier erfährst du, was hinter diesem Problem steckt und wie du deiner Fellnase helfen kannst.
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Inhalt
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    Das Fell gibt dir wichtige Informationen zum Gesundheitszustand deiner Katze. Dünnes, schütteres Fell gibt Hinweise auf eine Krankheit. Gerade bei älteren Fellnasen kann eine Nierenerkrankung dahinterstecken.

    Zeigen sich kahle Stellen, leckt sich deine Katze möglicherweise selbst kahl. Vielleicht denkst du im ersten Moment, dass das nicht sein kann. Allerdings hast du deine Katze nicht 24/7 im Blick. Zum Arbeiten und Einkaufen verlässt du das Haus. Vielleicht triffst du nach Feierabend und am Wochenende Freunde oder gehst deinen Hobbys nach. Möglicherweise hat deine Katze auch gesicherten oder ungesicherten Freigang.

    Was in dieser Zeit passiert, kannst du nicht mit Sicherheit wissen. Findest du kahle Stellen im Fell deiner Katze solltest du also unbedingt hellhörig werden und versuchen, der Sache auf den Grund zu gehen.

    Woran erkenne ich eine feline selbstinduzierte Alopezie?

    Diese Merkmale verraten, dass deine Katze sich selbst kahl leckt:

    • Deine Katze hat die kahlen Stellen ausschließlich an Körperstellen, die sie mit ihrer Zunge erreichen kann. Häufig zeigt die kahlen Bereiche ein symmetrisches Muster. Meistens fallen am Bauch zuerst kahle Stellen auf.
    • Achte auf den Kot: Sind darin auffällig viele Haare zu sehen?
    • Oder erbricht dein Vierbeiner häufig Haarballen?

    All das sind Hinweise darauf, dass deine Katze sich die Haare selbst entfernt. Dein Tierarzt kann das mit Hilfe eines Trichogramms herausfinden: Unter dem Mikroskop sind charakteristische Schäden an den Haaren zu erkennen.

    Warum leckt sich meine Katze kahl?

    Meistens steckt ein quälender Juckreiz dahinter. Dabei handelt es sich nur um ein Symptom. Die eigentliche Ursache gilt es, herauszufinden.

    Der Juckreiz entsteht durch…

    • Parasiten wie Flöhe, Zecken und Milben.
    • Allergien gegen Flöhe, Pollen oder bestimmte Zutaten im Katzenfutter.
    • Schmerzen, beispielsweise infolge einer Blasenentzündung oder wegen Harnsteinen.
    • Umweltallergene wie Pollen und Hausstaubmilben.
    • Pilzinfektionen.

    Wie kann ich meiner Katze helfen, den Juckreiz loszuwerden?

    Hier ist in erster Linie dein Tierarzt gefragt. Bitte ihn darum, deine Katze nach Parasiten abzusuchen.

    Vermutet er einen Flohbefall, setzt er vermutlich einen Flohkamm ein. Damit kämmt er das Fell am unteren Rücken aus und kontrolliert, was im Kamm hängenbleibt. Falls ein Flohbefall vorliegt, gibt es spezielle Shampoos. Diese helfen dabei, die lästigen Mitbewohner schnell wieder loszuwerden.

    Eine Urinprobe kann Aufschluss darüber geben, ob deine Fellnase unter einer Blasenentzündung oder Harnsteinen leidet. Am besten fängst du den Urin deiner Katze zu Hause auf und bringst ihn zur Untersuchung zum Tierarzt. Zeigen sich darin Bakterien, braucht dein Vierbeiner ein Antibiotikum.

    Auch eine Allergie solltest du ins Auge fassen. Viele Katzen reagieren auf Getreide im Katzenfutter, aber auch auf bestimmte Fleischsorten mit einer Futterunverträglichkeit oder Allergie. Um sicher zu sein, solltest du eine Ausschlussdiät mit deiner Fellnase machen.

    Manchmal putzen sich Katzen auch übertrieben intensiv, um Stress abzubauen. Das allerdings ist selten. In den meisten Fällen sind Parasiten, Schmerzen, Pilzinfektionen und allergische Reaktionen die Übeltäter.

    Wie erkenne ich eine Pilzinfektion bei meiner Katze?

    Hautpilze führen zu kreisrunden oder ovalen, kahlen Stellen im Fell. Besonders häufig ist der Microsporum canis bei Katzen zu finden. Unter einer Wood’schen Lampe fluoreszieren die Stoffwechselprodukte dieses Pilzes. Allerdings gibt es auch Pilze, die keine Fluoreszenz produzieren. Um diese nachzuweisen, wird eine Pilzkultur angelegt.

    Falls deine Katze einen Hautpilz hat, ist Vorsicht geboten. Damit kannst du dich auch selbst anstecken. Dabei handelt es sich um eine Zoonose.

    Pilze sind schwer wieder loszuwerden.

    Was verursacht Stress bei einer Katze?

    Etwa bei einer von 10 Katzen steckt Stress hinter dem intensiven Putzverhalten. Allerdings sollten vor der Diagnose „Stressbedingte FSA“ alle anderen Möglichkeiten ausgeschlossen werden.

    Stress bei Katzen entsteht durch…

    • einen Umzug beziehungsweise Veränderungen ihres Territoriums.
    • neue Familienmitglieder. Das können Menschen, andere Katzen oder sonstige Haustiere sein.
    • den Verlust eines menschlichen oder tierischen Familienmitglieds.
    • Veränderungen der Alltagsroutine.
    • lange Phasen des Alleinseins.

    Erkrankungen ausschließen

    Auch Hormonstörungen, Stoffwechselstörungen wie eine Schilddrüsenüberfunktion und Autoimmunerkrankungen können hinter einem auffälligen Haarverlust stecken. Das kann allerdings nur dein Tierarzt zweifelsfrei feststellen.

    Fazit

    Für Haarausfall bei Katzen gibt es unterschiedliche Gründe. Häufig liegt eine Pilzinfektion, ein Floh- oder Parasitenbefall vor. Dann kommt es vor, dass sich Katzen selbst kahl lecken. Damit versuchen sie, den quälenden Juckreiz zu mindern. Auch Futtermittelallergien kommen als Ursache für den Haarausfall in Frage.

    Sicherheit verschafft ein Besuch beim Tierarzt: Wenn Parasiten, Flöhe, Pilze sowie Krankheiten ausgeschlossen sind, solltest du eine Futtermittelallergie ins Auge fassen. Auch psychische Ursachen können hinter einer FSA steckten. Hier bist du als Tierhalter gefragt: Niemand kennt deine Fellnase so gut wie du.

    Überlege, was sich in ihrem Lebensumfeld verändert hat. Was könnte Stress verursache und zu dem exzessiven Putzverhalten führen? Wenn es dir gelingt, die Ursachen zu beseitigen, müsste das Verhalten deiner Katze sich verändern.

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