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Giardiose: Lästige Parasiten und wie du sie für immer loswirst

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Süßlich stinkender Durchfall? Dabei könnte es sich um Giardien handeln. Die lästigen Parasiten wieder loszuwerden, kann zu einer Herausforderung werden. In diesem Artikel erfährst du, wie du die Plagegeister ein für alle Mal loswirst.
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Inhalt
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    Eine Infektion mit Giardien kann der Tierarzt über eine Kotuntersuchung feststellen. Sammele am besten Proben von drei Tagen. Steht die Diagnose fest, bekommst du Medikamente. Falls du mehrere Katzen hast, trenne das infizierte Tier von den anderen. Sonst bleibt dir nichts anderes übrig, als alle gleichzeitig zu behandeln.

    Gegen Giardien reichen Medikamente allein oft nicht aus. Tierärzte geben entweder Spartrix/Gambamix oder Panacur.

    Mindestens ebenso wichtig ist eine sorgfältige Desinfektion und Hygiene in der Umgebung deiner Fellnase. Dazu kommt die richtige Ernährung, denn die Einzeller ernähren sich von Kohlenhydraten.

    Was sind Giardien?

    Bei Giardien handelt es sich um Parasiten, die sich im Dünndarm ansiedeln und Durchfall bei Katzen auslösen. Bei Kitten kann dieser Durchfall lebensbedrohlich sein. Charakteristisch sind Schleim- und Blutbeimengungen sowie ein süßlicher Geruch.

    Giardien vermehren sich im Darm, wo Zysten bilden. Die Katzen scheiden sie mit dem Kot aus. Die Menge dieser Eier ist erschreckend hoch: In einem Gramm Kot finden sich rund 300.000!

    Die Parasiten sind überaus widerstandsfähig. Die Zysten, sitzen im Fell rund um den After. Aber sie tummeln sich auch in den Schlafbettchen, Decken und Kissen oder im Napf deines Stubentigers. Sogar auf dem Spielzeug sind sie überlebensfähig.

    Sie fühlen sich in einer feuchten, warmen Umgebung wohl. Temperaturen über 25°C und unter -4°C vertragen sie allerdings nicht.

    Ihre Zähigkeit macht es schwer, die Plagegeister wieder loszuwerden. Unmöglich ist es aber nicht! Jetzt kommen wir zu den Tipps, wie du sie ein für alle Mal beseitigst.

    Wie werde ich die Giardien wieder los?

    Am besten greifst du die Parasiten von drei Seiten an:

    1. Medikamentöse Behandlung: Du verabreichst deiner Katze die Medikamente, die dein Tierarzt empfiehlt. Gleichzeitig solltest du die Leber und den Darm deiner Katze stärken beziehungsweise aufbauen.
    2. Hygiene: Du hältst strikte Hygienemaßnahmen zu Hause ein.
    3. Ernährung: Du hungerst die Parasiten aus, indem du deiner Katze konsequent nur Futter ohne Getreide und Kohlenhydrate fütterst.

    Medikamente

    Meistens verabreichen Tierärzte Spartrix (beziehungsweise das etwas günstigere Gambamix) oder Panacur. Spartrix ist eigentlich ein Arzneimittel zur Behandlung von Tauben gegen Trichomonaden. Panacur ist ein breit wirkendes Anthelminthikum mit dem Wirkstoff Fenbendazol.

    Lass dich beraten, was für deine Fellnase eher infrage kommt.

    Hygiene

    Einfach wird es nicht, deine Fellnase von ihren lästigen Mitbewohnern zu befreien. Es macht Arbeit und bedeutet einigen Aufwand. Aber je konsequenter du dich an die Maßnahmen hältst, desto eher hast du wieder Ruhe.

    7 Tipps zur Giardien-Beseitigung

    Besonders wichtig sind Hygiene und Sauberkeit in der Umgebung deiner Katze. Du kannst viel dazu beitragen, die Giardien schnell wieder loszuwerden. Vielleicht hast du die Möglichkeit, deine Katze vorübergehend in einem separaten Raum unterzubringen. Er sollte sich gut reinigen lassen. Ideal ist beispielsweise das Badezimmer.

    Dort kannst du es deinem kleinen Tiger gemütlich machen, aber gleichzeitig alles leichter reinigen.

    • Entferne den Kot sofort, wenn deine Katze ihr Geschäft gemacht hat. Entsorge die Hinterlassenschaft in einem verknoteten Plastikbeutel über den Hausmüll. Wechsele die Streu täglich komplett aus. Reinige die Katzentoilette mit kochendem Wasser und trockne sie sorgfältig ab, bevor du sie neu befüllst. (Das klingt extrem. Aber es hilft, schnell wieder parasitenfrei zu werden.) Wichtig: Desinfiziere unbedingt auch die Katzenstreuschaufel mit. Sonst verteilst du damit die Zysten ungewollt weiter.
    • Säubere die Futter- und Wassernäpfe nach jeder Mahlzeit in der Spülmaschine oder reinige sie mit kochendem Wasser.
    • Wasche Decken, Kissen und Auflagen, die dein Kätzchen benutz, täglich bei 60°C oder höher.
    • Friere Spielsachen, die du nicht wegwerfen möchtest, für eine Woche ein. Stecke sie in Gefrierbeutel, bevor du sie ins Gefrierfach, in den Gefrierschrank oder die Gefriertruhe legst.
    • Handelsübliche Desinfektionsmittel wirken nicht zuverlässig gegen Giardien. Was gut funktioniert, ist Halamid (Anleitung beachten!) oder Vipibax Giardien Ex. Damit putzen auch Tierarztpraxen und Tierheime.
    • Sauge deine Kratzbäume sorgfältig ab.
    • Leih dir ein Ozongerät aus. Ozon ist ein Gas, das in deiner Wohnung jeden noch so versteckten Winkel erreicht. Allerdings gibt es bei der Anwendung einiges zu beachten: Weder Mensch noch Tier dürfen sich bei der Behandlung in dem jeweiligen Raum aufhalten. Im Anschluss ist kräftiges Lüften ein Muss. Mit einem Ozon-Generator bekämpfst du nicht nur Giardien, sondern gleichzeitig sämtliche andere Erreger, die sich möglicherweise noch bei dir tummeln.

    Tipp: Falls du eine langhaarige Fellnase hast, kannst du ihr den Po scheren. Das erleichtert deiner flauschigen Mitbewohnerin das Sauberhalten der Analregion. Außerdem bleibt dann in den Haaren weniger hängen.

    Ernährung

    Giardien ernähren sich von Kohlenhydraten. Deine Fellnase sollte also nur Feuchtnahrung oder BARF ohne Getreide und Zucker bekommen. Bitte verzichte unbedingt auf die Gabe von Trockenfutter. Produktionsbedingt ist darin immer Getreide enthalten.

    Je hochwertiger du deine Fellnase ernährst, desto gesünder bleibt sie. Auch verwöhnen darfst du deinen kleinen Tiger durchaus:

    • Biete deiner Katze ein bis zwei rohe Hühnerherzen an. Diese bekommst du eingefroren im Supermarkt. Einfach auftauen und kleinschneiden. Dein Liebling wird von dieser Leckerei begeistert sein.
    • Auch Rindermett oder ein kleingeschnittener Brocken Rindergulasch kommen bei den meisten Katzen gut an.
    • Du hast einen kleinen Fisch-Fan zu Hause? Dann serviere doch selbstgekochten Lachs (ohne Gräten).

    Erneute Kotkontrolle nach der Behandlung

    Besprich mit deinem Tierarzt, wann eine erneute Kotkontrolle sinnvoll ist. Wichtig ist, dass du dich an die drei wichtigsten Punkte hältst: Medikamente nach Empfehlung des Tierarztes geben, Hygienemaßnahmen zu Hause beachten und nur Futter ohne Kohlenhydrate füttern.

    Dann sammelst du erneut an drei Tagen Kot und bittest deinen Tierarzt um eine Kotuntersuchung. Sind die Giardien weg? Super! Behalte unbedingt die Fütterung bei. Außerdem ist jetzt eine Darmsanierung wichtig. Möglicherweise hat dein vierbeiniger Mitbewohner nach wie vor Durchfall, obwohl keine Parasiten mehr im Kot zu finden sind.

    Das ist ein Zeichen dafür, dass die Darmflora aufgebaut werden muss. Dazu gibt es verschiedene Mittel wie Bactisel. Lass dich dazu am besten von deinem Tierarzt, Tierheilpraktiker oder Tierernährungsberater unterstützen.

    Falls nach wie vor Darmparasiten im Kot nachweisbar sind, setzt du die Maßnahmen weiter fort. Es ist leider häufig der Fall, dass die Behandlung wiederholt werden muss. Achte besonders pingelig auf Hygiene.

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